Die Robotikwerkstatt aka Robotiklabor aka Labor für autonome Systeme aka lasim

Das Robotiklabor der Hochschule München, nach der englischen Bezeichnung auch kurz LASIM genannt, wurde im Jahr 2007 von Prof. Dr. Johannes Jaschul gegründet.
Motiviert durch eine Exkursion zur Roboterweltmeisterschaft 2008 fiel die Entscheidung, mit studentischen Teams Roboter für die Weltmeisterschaft 2009 und die darauf folgenden Jahre zu entwickeln.

Die Robotikwerkstatt bietet einerseits eine attraktive Umgebung für innovative Entwicklungen, und trägt andererseits zum praktisch orientierten Lehrangebot der Hochschule bei. Allein im Wintersemester 2010/2011 brachten sich aktiv und mit sehr großem Engagement ein:

  • Projektstudium Autonome Systeme
    Wahlfach FK04 & FK06
  • Abschlussarbeiten
  • Praxissemester, Praktikum
  • Freiwillige Mitarbeit

Seit März 2008 ist zudem eine Laboringenieurstelle besetzt, durchschnittlich haben wir etwa 30 aktive Studenten pro Semester, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung organisiert in Teams Komponenten für die aktuellen Robotersysteme entwickeln.

Bis jetzt sind bereits zahlreiche Bachelorarbeiten, Diplomarbeiten, Masterarbeiten und zahlreiche Praktika, die in der Robiwerkstatt durchgeführt wurden, abgeschlossen worden.

Neben der Teamarbeit und der Planung der eigenen Projektarbeiten steht es im Fokus, die eigenen Projektarbeiten zu den vereinbarten Milestones fertigzustellen, von denen der letzte Milestone gnadenlos und unverschiebbar ist, da es sich um den Wettkampf in den Meisterschaften handelt. Hier verhält es sich wie im späteren Berufsleben, wenn ein Produkt beispielsweise zu einem vereinbarten Termin ausgeliefert werden muss oder auf einer Messe präsentiert werden soll.

Konkrete Aufgabenfelder sind der Entwurf von Systemen, der Erwerb von technischen praktischen Fähigkeiten wie Löten, Verdrahten und mechanischen Aufbauten, die Anwendung der Theorie aus den Lehrveranstaltungen im Programmieren, Konstruieren, Schaltungsentwurf sowie das Design von Leiterplatten.

Die Abschlussarbeiten befassten sich mit so diversen Themen wie Ultraschallbasierte Positionsbestimmung, Kamerabasierte Positionsbestimmung, µControllerbasiertes  Enegiemanagementsystem für batteriebetriebene Fahrzeuge, kamerabasierte Objektdetektion, µControllersteuerung für ein differentielles Fahrwerk sowie die Konstruktion eines wiederverwendbaren Roboterchassis.

Die Teilnahme an der deutschen Qualifikation und der anschließenden Weltmeisterschaft ist treibende Motivation für alle teilnehmenden Studierenden. Die Aussicht etwas zu bauen und zu entwickeln, das im Wettkampf erfolgreich und vielleicht besser ist als die Konkurrenz, das Fieber der Begeisterung, wenn in Gesprächen ausgemalt wird, was die Komponenten, an denen man arbeitet, alles erreichen können und letztendlich die Hoffnung auf Erfolg und ein bischen Glanz sind die Punkte die uns alltäglich motivieren.